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Thema im Fokus

Zwischenzeitlich etwas in Vergessenheit geraten, rückt nunmehr die Problematik „Kassensysteme“ verstärkt in den Blickpunkt.

Schon vor geraumer Zeit (26. November 2010) hat die Finanzverwaltung die gesetzlichen Anforderungen, die an elektronische Kassensysteme gestellt werden, konkretisiert. Ab dem 1. Januar 2017 dürfen ausschließlich  Kassensysteme zum Einsatz kommen, die den geforderten Anforderungen entsprechen.

Nur noch bis zum 31. Dezember 2016 gilt für so genannte Altgeräte, die zurzeit diese Voraussetzungen noch nicht erfüllen, eine Übergangs- oder Härtefallregelung. Voraussetzung ist, dass alle technisch möglichen Geräteanpassungen im Hinblick auf die Datenspeicherung und Lesbarmachung zwingend und unverzüglich umgesetzt werden.

In der Praxis gibt es verschiedene elektronische Kassentypen:

1.       Registrierkassen mit zwei Drucklaufwerken,

2.       Registrierkassen mit einem Drucklaufwerk und

3.       Registrierkassen mit Schnittstellenfunktion.

Die Übergangsregelung kommt im Wesentlichen für die ersten beiden Kassentypen zur Anwendung, da diese Kassen bauartenbedingt (kein PC-System)  im Allgemeinen nicht die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen können. Ob und in wieweit eine technische Nachrüstung sinnvoll ist oder ein neues PC-Kassensystem angeschafft werden soll, ist im jeweiligen Einzelfall zu klären.

Beim letzten Kassentyp muss sich der Unternehmer mit dem Kassenhersteller in Verbindung setzen und prüfen lassen, ob eine Softwareanpassung und Speichererweiterung möglich sind, um so die geforderten Anforderung zu erfüllen.

In Anbetracht, dass ab dem 1. Januar 2017 nur noch Kassen eingesetzt werden dürfen, die dem o.g. BMF-Schreiben entsprechen, sollte schon jetzt beim Kauf einer neuen oder gebrauchten Registrierkasse darauf geachtet werden, dass diese den beschriebenen Anforderungen entspricht, so dass Risiko minimiert wird, dass die Finanzverwaltung die Kassenführung verwirft.

Kommt hingegen eine so genannte offene (Laden-) Kasse zum Einsatz (z. B. übliche Geldkassette, sowie ab 01.01.2017 nicht konforme Kassensysteme gem. BMF-Schreiben vom 26. November 2010) kann der Tagesumsatz durch einen Kassenbericht ermittelt werden.

Hier ist täglich zum Geschäftsabschluss der Inhalt der Kasse zu zählen. Dieser Bestand (sowohl die Geldscheine als auch die Münzen) ist im fortlaufend nummerierten Kassenbericht zu vermerken. Der Tagesumsatz wird retrograd folgendermaßen ermittelt:

                gezählter Tagesendbestand
        +     betriebliche Barausgaben (z. B. für Wareneinkäufe)
        +     Privatentnahmen
        +     Entnahmen für Einzahlungen auf dem betrieblichen Bankkonto
        -      Einlagen vom betrieblichen Bankkonto
        -      Privateinlagen
        -      Kassenbestand des Vortrags
        =     Bareinnahmen/ -umsatz des Tages

Im Downloadbereich haben wir für Sie entsprechende Arbeitshilfen zur Verfügung gestellt.